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Es wird ja behauptet, dass Frauen, besonders junge Mädchen, durch Modezeitschriften unrealistische Vorstellungen von perfekter Schönheit und infolgedessen Komplexe bekommen. Superdünne Models und Stars, die sich Fitnesstrainer, Stylisten und gelegentliche Schönheitsoperationen leisten können sind keine guten Vorbilder. Und sowieso kann man den Bildern nicht trauen, weil sie alle "photogeshoppt" sind. Blogs dagegen, gerade persönliche Outfit-Blogs sind viel näher am "richtigen Leben". Müsste es also nicht viel gesünder und motivierender sein, Blogs zu lesen?
Ich finde nicht. Und zwar aus folgendem Grund: Ich würde nie auf die Idee kommen mich mit Models zu vergleichen - ich will keins sein, also muss ich auch nicht wie eins aussehen. Und die Outfits die die Magazine ihnen anziehen, empfinde ich eher als Inspirationsquelle (naja manchmal), denn als etwas was ich eins zu eins so haben will, deswegen sind die horrenden Preise mancher Sachen auch zweitrangig. Aber bei Bloggerinnen und ihren Outfits sieht das anders aus: Wenn die aussehen als wären sie einer Zeitschrift entstiegen (was sie ja manchmal tun), beweisen sie dann nicht, dass Perfektion auch für Normalos erreichbar ist? Natürlich müsste man sich auch mit denen nicht vergleichen, aber wenn man selbst einen Blog hat, möchte man auch, dass der gut ist und fängt deshalb automatisch an, sich mit anderen zu vergleichen. Das Layout, die Themen, die Fotos und eben auch die Outfits und die eigene Photogenität. Blogs konfrontieren dich mit der Realität (wie du im Vergleich aussiehst), gerade weil sie realistischer sind als Magazine.
Das Problem, dass ich persönlich mit dem Vergleichen habe ist aber eigentlich ein anderes: Ich finde, dass Mode nichts mit Vergleichen und Konkurrenzdenken zu tun haben sollte. Ich kleide mich für mich und deshalb sollte mein Urteil, ob ich mit einem Outfit zufrieden bin allein vom Blick in den Spiegel abhängen und nicht vom Blick in die Kommentare auf meinem Blog. Aber es ist nicht leicht, seinen Stil mit anderen zu teilen, ohne von diesen anderen ein Feedback zu erwarten und ohne dass man irgendwann anfängt zu glauben, guter Stil sei der, der besonders viel Feedback bekommt.
Ich habe mich durch das Bloggen auf jeden Fall modisch weiterentwickelt. Aber machmal habe ich auch das Gefühl ich sei dadurch unzufriedener mit meinem Stil und dem Inhalt meines Kleiderschranks geworden. Geht es noch jemandem so? Und fühlt ihr euch tatsächlich von Zeitschriften unter Druck gesetzt? Oder vielleicht von Blogs? Auch hier warte ich gespannt auf Feedback! ;-)
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They say that fashion magazines give women, and especially girls, unrealistic ideas about beauty ideals (and thus make them insecure). Stick-thin models and celebrities who can afford fitness coaches, stylists and the occassional plastic surgery are no good role models. And anyway pictures are not to be trusted because they are all photoshopped. Blogs on the other hand, especially personal outfit blogs are a lot closer to real life. So, shouldn't it be healthier and more motivating to read blogs than magazines?
I don't think so. Here is why: I would never dream of comparing myself to a model -I don't want to be one, so I don't need to look like one. And the outfits that magazines dress the models in, to me are a source of inspiration rather than something I want to have, so the ridiculously high prices of some things don't really matter. But it's completely different when it comes to bloggers and their outfits. If they look like the had just come out of the pages of a magazine (which they sometimes do), aren't they living proof that average people can reach perfection, too? Of course there is no need to compare yourself to other bloggers, but if you have a blog yourself you want it to be good and will involuntarily start to draw comparisons. You would compare the layout, the topics, the photos -and the outfits and how photogenic you are as well. Blogs confront you with reality (of how you look in comparison) because they are more "real" than magazines.
But I've got a different problem with all this comparing: I believe that fashion should have nothing to do with competition and comparing yourself to others. I dress for myself and because of this I should decide wether I'm satisfied with my outfit or not, by looking into the mirror, not by looking into the comments on my blog. But it's not easy to share your style with others and not expect some feedback from said others, or not to start believing great style can be measured by the number of reactions someone receives on their blog.
My style developed tremendously thanks to blogging. But sometimes I feel like being a fashion blogger makes me less content with my style and my wardrobe. Does anyone else fell the same?
And do you really feel pressured by magazines? Or possibly by blogs? Once again I'm eagerly awaiting some feedback! ;-)

Comments

  1. Ein sehr interessanter Gedankengang, beim lesen hörte ich mich selbst sagen: ja genau! Ich finde, dass das Bloggen meinen Stil schon modisch weiterentwickelt hat, bzw. es hat mir an mehr Mut gegeben die Sachen so zu tragen wie ich sie vorher nicht getragen hätte. Es hat mich experimentierfreudiger gemacht und irgendwo auch selbstbewusster.
    Von Zeitschriften fühl ich mich nicht unter Druck gesetzt, es ist einfach schön anzusehen und zu weit weg, aber von Blogs schon, weil sie wie du geschrieben hast, viel näher an der Realität sind.
    LG
    Raisa

    hasiar.blogspot.com

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