15 minutes and a long day

Ich bin heute also tatsächlich wegen "Lanvin for H+M" nach Köln gefahren. Schon komisch, wie sich die Prioritäten verschieben, wenn man ständig Modeblogs liest. Natürlich bin ich nicht gleich wieder zurüchgefahren (sondern hab das Ganze mit ein bischen Sightseeing verbunden), aber trotzdem frage ich mich im Moment, ob es das Wert war. -Aber vielleicht bin ich auch nur übermüdet, weil ich wegen der ganzen Aktion heute morgen so früh aufgestanden bin.
Aber von vorne: Ob es vor dem Geschäft in Köln heute morgen eine Schlange gegeben hat, kann ich nicht berichten, weil ich zur Ladenöffnungszeit noch damit beschäftigt war, in die falsche Richtung über eine Rheinbrücke zu fahren, vor Ampeln zu warten, usw. (Eigentlich wollte ich ja mit dem Zug fahren, was Dank dem Semesterticket kostenlos möglich gewesen wäre, aber da hätte ich ungefähr um halb drei aufstehen müssen.) Gruppen von immer nur 20 Leuten im Lanvin-Bereich, Bändchen um den Arm, die bestimmen, wann man da rein durfte, das Prozedere konnte man ja vorher schon nachlesen. Alles was noch nicht dran war verlief sich im Laden oder der Stadt.

So, I actually drove to Cologne for the "Lanvin for H+M"-thing today. Strange, how your priorities change if you spend too much time reading fashion blogs. No? Naturally I didn't drive straight back home (but did a little bit of sightseeing) but still I wonder if it was worth it. -Maybe I'm just tired because I got up so early today.
At the precise moment when the shop opened, I was still busy waiting at traffic lights, so I don't know if there was a queue. Groups of 20 people, ribbons around the wrists, you might have read about the procedure.

Wer dran war (später auch ohne die Bändchen), hatte sagenhafte 15 Minuten Zeit, Sachen auszusuchen und anzuprobieren, wobei man aber blos nicht von den Umkleiden aus wieder zurückgehen durfte. (Vielleicht hätten die Regeln nicht ganz so streng sein brauchen...) Ich hab mich für dieses T-Shirt, oder eigentlich eher: Kleid entschieden, auf das ich vorher schon ein Auge geworfen hatte. Ich fand dass die Perlen und das ganze Zeug auf den T-Shirts in natura noch besser aussah als auf den Fotos.

When it was your turn, you had 15 minutes to pick and try on things, but weren't allowed to go back when you were once at the changing rooms. (Maybe they could have made a little more relaxed rules...) I chose this T-shirt, or rather: dress. I thought the pearls and stuff looked even better in reality.

Für jeden Kunden gab es nicht nur die extra gestaltete Papiertasche dazu, sondern, wenn man wollte auch das folgende T-Shirt, wie es auch die Angestellten trugen.

Every customer could get not only the special paperbag, but also the following T-shirt, which the shop assistants were also wearing, for free.


Später passierte mir etwas seltsames: Ich war satt. Ich konnte keine Klamottengeschäfte mehr sehen. Warum soll ich mir immer mehr kaufen, nur um festzustellen, dass andere besseres haben, dachte ich. Und was gefällt mir überhaupt? Gefällt mir überhaupt irgendwas? Ich war irgndwie von sehr guter Laune am morgen auf Depression umgeschwenkt. Ich hasse sowas.
Ich würde ja diesen Post gerne positiver beenden, aber ich kann im Moment nur an eine Dusche und Schlaf denken.
Later something strange happened to me. I was kinda full. I couldn't bear to look at any more clothes. Why should I keep buying more stuff, just to find that others have better things, I asked myself. And what do I like? Do I like anything at all? I had somehow managed to go from an extremely good mood in the morning to depression. I hate it when that happens.
I would like to leave you on a more positive note, but I can only tink of a shower and sleep now.

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