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Ein Besuch in der Volkswagen Autostadt - car museum

     Was bedeuten Autos für euch? Transportmittel? Statussymbol? Luftverpester? Formschönheit? Ich muss ja zugeben, dass mir (man könnte sagen: typisch Frau) solche Faktoren wie PS-Stärke und schönes Design bisher nicht so wichtig waren: Hauptsache es fährt! Am besten mit Klimaanlage und CD-Player. Dann bin ich schon zufrieden. Natürlich gibt es aber doch Autos, die ich schöner finde, als andere. Und seit ich einen Freund habe, der ein großer Old- und Youngtimer Fan ist, fange auch ich an, mich dafür zu interessieren und beginne den Retro-Charme eines VW-Bus oder eines Golf I zu sehen.(Fahren möchte ich aber doch lieber ein modernes Auto...)
     Wie auch immer: Vor einigen Wochen haben meine Eltern ihr neues Auto bei VW in Wolfsburg abgeholt. Ich bin mitgefahren und hatte somit Gelegenheit, mir die sogenannte "Autostadt" anzuschauen. Wir waren uns einig, dass diese Autostadt ein großes Highlight hat, nämlich das Automuseum, und ansonsten die Bezeichnung "mehr Schein als Sein" verdient hat.


 

     Kommen wir zum Museum: Hier werden jede Menge Schönheiten und auch ein paar Seltsamkeiten der Automobilgeschichte gezeigt. Die Autos sind nicht rein chronologisch, sondern nach Themen geordnet und sie sind auch nicht alle - wie man vielleicht denken könnte - von der Marke Volkswagen.Vom allerersten Automobil, das noch eher wie eine motorisierte Kutsche aussah und das einst die Frau von einem gewissen Herrn Benz von Nürnberg nach Führt fuhr (Ja, die erste längere Fahrt wurde von einer Frau unternommen.) , bis hin zum Elektroauto. Von der "Rennpappe" Trabbi, bis hin zu einem gelben Geschoß von Lambourghini, das so einige sehnsuchtsvolle Blicke auf sich zog. Auch ganz "spezielle" Exemplare gibt es zu sehen, wie z.B. einen absolut großartigen, mit Svarowski-Steinen besetzter Käfer oder den recht seltsam geformten DeLaurean, der wohl gerade aufgrund seiner seltsamen Form nicht etwa auf der Straße Karriere machte, sondern als Zeitmaschine bei "Zurück in die Zukunft" Wenn man so durch die Ausstellung läuft, wird einem bewußt, dass hier nicht nur schöne Autos zu bewundern sind, sondern ein Stück Kultur- und Designgeschichte. Der stattliche Wagen aus den 20er Jahren? Erweckt gleich die Vorstellung von einem behandschuhten Chauffeur aus einem Hollywoodfilm am Steuer. Das süße, schicke Cabrio aus den 50ern? Würde doch perfekt zu Grace Kelly passen! Der Hippie-Bus? Ist eben ein Hippie-Bus! Usw...
    Die Ausstellung ist wirklich toll - und natürlich auch mit allen Objekten und baulichen Kniffen ausgestattet, die so ein firmengesponsortes Museum kaufen kann. Wenn man das aber gesehen hat, kommt im Rest der "Autostadt" nicht mehr viel spannendes. Nur überteuerte Restaurants und Shops in denen man zu viel Zeit verbringt, da man ja seine Gutscheine ausnutzen will, die es bei der persönlichen Auto-Abholung dazu gibt. In der Mitte befindet sich ein Park, der trotz echter Krpfen im Teich und echter Gänse auf dem Rasen irgendwie sehr künstlich wirkt. Das einzige, was wir noch relativ spannend fanden, waren die beiden Türme, in denen die fertigen Fahrzeuge auf ihre Auslieferung warten. Man kann zusehen, wie sie vollautomatisch aus dem Turm herausgeholt werden. Das Werk konnten wir leider nicht besichtigen, da wir an einem Samstag da waren.
     Mein Fazit: Ein schönes Museum und insgesamt ein schöner Ausflug, den man "mal machen kann", und der nicht zuletzt eine Ersparnis beim Autokauf bringt. Allerdings wird um den Kunden und sein "Einkaufserlebnis" ein bischen zuviel Aufhebens gemacht, das nicht hält, was es verspricht. Was mein ihr? Wart ihr schon mal da?
















































ENGLISH:
     What do cars mean to you? Means of transport? Status symbol? Air pollution? Aestetic shape? I have to admit that I (one might say: typical woman) never cared much for things like how much horsepower does it have and how cool does it look. Granted there have always been cars that I think are prettier than others, but for my own daily use I am content if the thing can get me from A to B. (Preferably with airconditioning and a CD-player, which is of course anything but luxury these days.) Since I have a boyfriend who is a big fan of classic cars  (especially the "young oldies" from the seventies and eightie) I've been starting to see the retro charm of old cars myself - but still I prefer to drive a new one.
     Whatever. A few weeeks ago my parents went to Wolfsburg to get their new car from Volkswagen. Of course you can have it delivered to your car vendor, but you can also collect it yourself and save some money on the price. Over the years Volkswagen has made a big event out of this process by building the "Autostadt" (car city/ car world?) We all agreed that by far the best part of this "Autostadt" was the car museum.
     In the car museum there are all the beauties and also some uglies of automobile history. The cars are grouped by topics (not by chronology) and they are not all Volkswagen cars, as one might think. From the very first automobile, which still looked a lot like a motorized carriage, to electromobility. From the infamous GDR-car the Trabbi to a bright orange lightning by Lambourghini which drew some longing looks (from the men). There are also quite special objects like a beetle decorated in Svarowski-stones or the strange looking DeLaurean, which we all know as the time machine from "Back to the future". Wandering through the exhibition I realized this was not just a show of beautiful cars, but also a documentation of design history and cultural history: When I looked at a car from the 1920s I instantly imagined it driven by some glove-wearing chauffeur in an old Hollywood movie. When I saw a cute little convertible from the fifties I thought how perfect I would have looked with Grace Kelly behind the wheel. When I saw a hippie-bus, I thought of - you guessed it - hippies!
     The exhibition was really great! But the rest of the "Autostadt" we did not find so thrilling. it consists mostly of overpriced shops and restaurants. I which you end up spending too much time, because everybody who comes to collect a car gets vouchers for these shops and restaurants... The area is like a park. But despite the real fish in the pond and the real goose on the lawn, it all looked somehow artificial. The one thing beside the museum that is worth mentioning, are the two towers in which the cars are waiting to be collected by their new owners and are taken out completely automatic. The other thing that might have been interesting is the factory, but we couldn't visit it because we were there on a Saturday.
     So, all in all it was a nice day and a nice visit. And the automobile museum is really interesting, not just for car lovers, but as for the rest: I think there is too much emphasis being put on making an "event" an "experience" for the customer out of everything. But instead of feeling like a VIP, you sometimes feel like "what kind of tourist trap is this?". Bottom line: a can-see, not a must-see.

Comments

  1. Nein liebe T, dort war ich noch nicht. Tolle alte Modelle sind da dabei. Auto für mich ein Transportmittel ;)
    Danke fürs mitnehmen, liebe Grüße Tina

    ReplyDelete
  2. das hätte ich wissen sollen, dass du da hingehst, dann hätte ich dich gebeten, mir den sinalco bully mitzubringen :) lg ☼

    ReplyDelete
  3. Liebe Tomma, Autos sind für mich Mittel zum Zweck, aber ich habe auch nichts gegen ein paar PS unter der Haube. Naja, jetzt weniger, denn ich muss mich nun an Geschwindigkeiten halten ... Ich kann mir vorstellen, dass das wirklich interessant war dort, danke fürs Teilen!
    Liebe Grüße von Rena
    www.dressedwithsoul.com

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