11.1.12

Update: Yoga and I

Vor einiger Zeit habe ich mal von meiner ersten Yogastunde erzählt, und wie seltsam ich da manches fand. Seitdem sind einige Stunden hinzugekommen und ich dachte, ich sollte euch mal von meinen weiteren Erfahrungen mit dieser Sport-und Lebensart berichten.
Meine Befürchtungen aus der ersten Stunde, dass es sich in erster Linie um Meditation und nicht um Körpertraining handelt, wurde gründlich wiederlegt. Manche der Übungen (oder: Asanas) erfordern richtig Muskeln, und würden diese vielleicht auch aufbauen, wenn man sie öfter machen würde. Das ist für mich natürlich doof, da ich so gar keine Muskeln besitze, aber letztendlich schaffe ich die Übungen dann doch, man kann ja langsam machen, "Yoga ist kein Wettbewerb." sagt unsere Trainerin. Das Problem liegt meist sowieso eher in der Einstellung: Ich werde den Kopfstand wohl nie machen, weil ich einfach Angst habe, das könnte gefährlich sein. Aber immerhin kann ich inzwischen den Schulterstand. Und das fühlt sich ziemlich gut an - nicht nur die Position selbst, sondern auch das Gefühl, es geschafft zu haben.
Yoga ist schon anders als andere Sportarten: Abgesehen vom Sonnengruß, den wir am Anfang zum Aufwärmen mehrmals schnell nacheinander machen, geht es nicht um Schnelligkeit, sondern eher um Konzentration. Hinzu kommen Atemübungen, und Tipps, zum Beispiel zum Thema Ernährung (Ich habe zwar auch weiterhin nicht vor, auf Schokolade und das gelegentliche Stück Fleisch verzichten, aber immerhin trinke ich schon weniger Kaffee.) Und dann wäre da natürlich noch die Entspannungsphase, die mir inzwischen richtig gut gefällt.
Ich bin mir noch nicht sicher, inwieweit Yoga "etwas bringt". Wahrscheinlich muss man es auch länger und intensiver machen, um das sagen zu können, aber manchmal bilde ich mir doch ein, ich sei beweglicher und die Falte zwischen meinen Augen sei nach der Yogastunde kaum mehr zu sehen. Ich hoffe nur, ich vergesse nicht alles was ich gelernt hab gleich wieder, wenn der Kurs vorbei ist!

Some time ago I told you about my first Yoga lesson and about how I found parts of it a bit strange. In the meantime I have been to more lessons and I thought I should tell you about my experiences.
My initial concern, Yoga might be too much about meditation and too little about physical training, was proved wrong. Some of the exercises (or: asanas) require muscles and might even be useful too build up some muscle if you'd just practise enough. This is a bit stupid really as I have no muscles at all... But in the end I manage to do the position most of the time, I can take it slow if I want to, "Yoga is not a competition.", our teacher says. Usually it's the attitude that keeps you from doing things anyway: I will never do the headstand because I'm afraid it might be dangerous. But at least I can do the shoulderstand now. And it feels pretty good - not just the position itself but also the feeling "I can do this!"
Yoga is different from other sports, definetely: Besides the Sun Salutation which we do for a warm-up quickly several times at the beginning of each lesson, the positions are about concentration, not about pace. We also do breathing exercises and get tips about, for instance healthy eating (I'm not planning on giving up chocolate or the occassional piece of meat, but at least I drink less coffee already.) And then there is the relaxation phase that I really like by now. I'm still not sure in how far Yoga "is good for you". You'd probably have to do it over a longer period of time and more intensively to find that out, but sometimes I imagine that I'm more flexible and the crease between my eyes is less visible after a Yoga lesson. I just hope I won't forget everything I learned once the course is over!

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