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Bohemian for Beginners

Ein Grund warum ich vor einiger Zeit so eine Sehnsucht nach Paris entwickelt habe, war ein Buch das in dieser Stadt spielt. “Moulin Rouge“, die Biografie des Malers Toulouse-Lautrec. Ich hätte es mir im Buchladen wohl niemals ausgesucht, aber ich fand es, als ich gerade mal Langeweile hatte, in einem Stapel von Büchern, die eine Freundin meiner Mutter mal aussortiert hat, fing an zu lesen – und es hat mich wirklich positiv überrascht. Das Buch ist so fesselnd geschrieben, dass man sich gar nicht besonders für Impressionismus oder Toulouse’s Bilder interessieren muss, um es interessant zu finden. Die Haupthemen sind Henri de Toulouse-Lautrec’s körperliche Behinderung mit der er Zeit seines Lebens gehadert hat, seine Suche nach Liebe, die dadurch erschwert wurde, und nicht zuletzt seine Karriere als Künstler im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wir folgen ihm aus seinem adligen Elternhaus über die Künstlerkneipen des Montmartre bis in die höchsten Kreise von Paris. Dabei begegnen wir nicht nur seiner Mutter, seinem Schulfreund, seiner großen Liebe, diversen Möchtegern-Künstlern, „leichten Mädchen“ und anderen Montmartregestalten sondern auch weiteren großen Namen der Epoche, wie Degas, van Gogh, Cezanne oder Rousseau. Der Autor zeichnet ein anschauliches Panorama des Paris der Jahrhundertwende und er beschreibt Henris Leben, eigentlich das Leben allgemein, mit so einem feinen Humor und so einer Menschlichkeit, dass es einfach Spass macht, weiterzulesen. Das Buch wurde bereits in den 1950er Jahren geschrieben, bald darauf aus dem französischen Original, in diverse Sprachen übersetzt und sogar verfilmt –es ist also nicht gerade ein Geheimtipp. Ich weiß auch nicht, ob es sich um „große Literatur“ handelt, aber ich dacht, ich erwähne es mal.


One reason why such a longing for Paris befell me a while ago, was a book that is set there: „Moulin Rouge“, a biography about the painter Toulouse-Lautrec. I would probably never have picked this book up at a book store, but, one time when I was bored, I found it among some books that a friend of my mum’s had given us, I started to read –and I was pleasantly surprised. The writing is so captivating that you don’t even need to be interested in Impressionism or Toulouse’s paintings to enjoy the book. The main topics are Henri de Toulouse-Lautrec's physical disability, which he quarreled with throughout his life, his quest for love, which was hindered by the latter, and last but not least, his career as an artist of the late 19th century. We accompany him from his aristocratic home to the cafes and bars of Montmartre, to the high society of the time. While we do so, we meet not only his mother, his childhood friend, his great love, a number of wannabe-artists, cocottes and other Montmartre-folk, but also other great names of the era, like Degas, van Gogh, Cezanne and Rousseau. The author paints a vivid picture of fin-de-siecle Paris and he describes Henri's life (life in general, actually) with such wit and sympathy for all things human, that you are just having a great time reading it. The book was written in the 1950ies already, and in the follwing years translated from the french original to quite a number of languages, and even made into a movie –so it’s not exactly an insider tip. Also, I don’t know if it is „literature“, but I thought, I might as well mention it.

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