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Memories of Paris Part 2: Ladurée

Ich wollte diesen Post schon schreiben, seit ich letztes Jahr mit dem Blog angefangen habe, habe aber irgendwie nie den richtigen Anlass dazu gefunden. Als ich in Paris war habe ich es mir nicht nehmen lassen auch das berühmte Cafe/ Restaurant/ Konditorei "Ladurée" zu besuchen, dessen Macarons sich schon Marie Antoinette hat schmecken lassen -die echte und die im Film.

I've been wanting to write this post ever since I started the blog, but somehow never found the right occasion to do so. When I was in Paris, one place I wanted to go, aside from the usual sights was the famous cafe/ restaurant/bakery "Laduree". Their macarons have already been enjoyed by Marie Antoinette -both the real one and the one from the movie.

Nachdem ich schon den ganzen Tag (mit und ohne die restliche Reisegruppe) durch Paris gelaufen war stand ich am späten Nachmittag mit schmerzenden Füßen in der Schlange vor der Tür des Ladens in der Rue Royale. Ab und zu kam eine Frau heraus, die fragte ob man "to the shop or to the restaurant" wolle, und geleitete die Restaurant-Kandidaten nach drinnen und zu einem Tisch. Ich ließ mich auf meinen Stuhl fallen und die Umgebung auf mich wirken: Die Wandgemälde mit den Barockengelchen, den schweren Teppich, die intim-luxoriöse Atmosphäre in dem reativ kleinen Raum. Da mir nach etwas substantielleren als einem Keks war und ich auch gar nicht wußte wie Macarons schmecken, bestellte ich Tarte au Citron, und nur einen einzelnen kleinen Schokoladen-Macaron zum probieren, dazu Tee. Es wunderte mich, dass an einem so eleganten Ort die Kellnerin das Silberbesteck einfach irgendwie auf die Serviette schmeißt und die Tasse auf die linke Seite stellt. Sie weigert sich auch strikt Englisch zu sprechen. Zu Essen bekomme ich zunächst nur das einzelne Macaron, das alleine auf einer Untertasse doch ein bischen lächerlich aussieht. Die Kellnerin sagt etwas über die Tarte au Citron, aber erst als sie es zum dritten Mal sagt, dämmert mir, dass sie mir wohl mitteilen will, das die aus ist. Ich frage also, ob ich denn was anderes bestellen kann und sie kommt mit einem Tablett mit einer Auswahl dessen, was sie noch da haben zurück. Ich entscheide mich für ein verfürerisch aussehendes fluffiges Türmchen mit Himbeeren. Die Teekanne ist so heiß, dass ich nicht weiß, wie ich sie anfassen soll also warte ich erstmal ab. Irgendwann kommt die Kellnerin wieder vorbei und schenkt mir aus so einer Höhe ein, dass der Tee in alle Richtungen spritzt. Der Tee ist aber gut, er weckt meine Lebensgeister wieder. Und das Macaron erst! Es ist wirklich köstlich und wird seinem guten Ruf gerecht. Es ist vollmundig-schokoladig, aber nicht schwer, außen nicht hart und innen nicht matschig. Als ich hier hereingekommen war, war ich wirklich extrem erschöpft, aber nun geht's mir schon deutlich besser, und ich lege auch die Scheu vor dem Ort und der Kellnerin ab (Immerhin bin ich Ostfriesin und hab schon mal vorher Tee getrunken!). Ich nehme den Teebeutel aus der Kanne (der Teller vom macaron ist hier nützlich) und schenke mir fortan selbst ein. Das hüftverbreiternde Himbeerbackwerk ist auch lecker, aber nicht so eine Offenbarung wie das Macaron.

Ich sehe mich ein bischen um: Man fühlt sich in diesem schönen üppig dekorierten Raum fast in eine andere Zeit versetzt. Dem ein oder anderen Gast kann man durchaus ansehen, das er Geld hat. Eine Gruppe von südländisch-arabisch aussehenden Frauen, eine älter, die anderen jünger, kommt herein. Sie sind von den perfekt frisierten Haaren über die Tüten von diversen Läden der teuren Umgebung bis hin zu den Chanel-Flip-Flops (mit Kamelie darauf), die eine von ihnen trägt, offenbar ganz gut betucht. Spontan empfinde ich -Nein, keinen Neid, sondern ich freue mich für sie, weil sie sich diese Dinge leisten können. Bei ihnen scheinen nämlich Geld und Stil zusammenzufallen, was ja nicht bei allen Leuten, die Geld haben, so ist. Und immerhin bin ich ja auch hier! Man kann sich wohl kaum minderbemittelt fühlen, wenn man bei Laduree is(s)t. Ich entschließe mich, auch noch ein paar Macarons aus dem Shop mitzunehmen. Inzwischen hat Laduree mich soweit, dass ich versuche, Französisch zu sprechen. "quatre macarons" zu sagen und die Geschmacksrichtungen (chocolat, framboise, citron, fleur d'oranger) abzulesen ist ja jetzt nicht schwierig, aber immerhin. Ich denk mir noch, dass das eine schöne, allerdings teure Art wäre, Französich zu lernen: Jeden Tag bei Laduree essen.


After I had been walking through Paris (both with and without the Rest of the people from our bus tour) I stood in line with my feet hurting in front of the shop in Rue Royale. Now and then a woman came out, asked "to the shop or to the restaurant" and conveyed the restaurant people inside and to a table. I collapsed onto my chair and took in the surroundings: The wall paintings with the baroque angels, the thick carpet, the intimate and luxurious atmospere. As I felt like eating something more substantial than a kind of cookie and never ate a macaron before, I ordered tarte au citron and only one small chocolate macaron (so I could try them) and tea. I was surprised that in such an elegant place the waitress would throw the cutlery onto the napkin as she did and put the teacup on the left side. Also she strictly refuses to speak English. At first the only food I get is the single macaron, which looks a little ridiculous alone on a saucer. The waitress tells me something about the tarte au citron, but only when she says it for the third time I understand what she means: They are out of what I ordered. So I ask if I could order something else then and she comes back with a tray with a selection of what they have left. I choose a delicious-looking turret with raspberries. The teapot is so hot, I don't know how to touch it. When the waitress passes my table again, she pours me tea, holding the pot at a hight, so that the tea sprays everywhere. But the tea is good, it revives me. And then the macaron! It's really delicious and lives up to it's reputation. Full-bodied and chocolat-ey, yet it doesn't taste fat, not hard on the outside, not mushy on the inside. When I came in here, I had been really exhausted, but I feel much better already and also I'm loosing my awe of the place and the waitress (After all, I'm from East Frisia, I've had tea before!). I take the teabag out of the pot (the plate from the single macaron is helpful here) and henceforth pour my tea myself. The curves-enhancing (to put it nicely) rasberry-creation, is yummy, too, but not as much of a revelation as the macaron.
I take a look around: In this beautiful, abundantly decorated room you feel almost transported to another era. With some of the guests you can tell that they are rich. A group of arabian-mediterranian looking women, one older, the others younger, comes in. They are, from the perfectly-groomed hair to the bags from the expensive neighbourhood's shops to the Chanel flip-flops (with a camellia on it) that one of them is wearing, obviously quite wealthy. Spontaneously I feel -no, not envy, I feel happy for them because they can afford such things. In their case money and style seem to coincide which isn't the case with all rich people. Also I am here! You can hardly feel underpriviledged when you're at Laduree! I decide to take some macarons from the shop with me. By this time Laduree succeeded in it's attempt to make me speak French. Even if saying "quatre macarons" and reading out the flavours (chocolat, framboise, citron, fleur d'oranger) isn't that difficult. I'm thinking that this would be a nice, but expensive way to learn French: eat at Laduree everyday.



All pictures except the last one are from: http://www.laduree.fr/

Comments

  1. I love this post so much! I'm happy you wrote it!

    It makes me drool... lol!!!!

    Best wishes from one blogger to another,

    ~Zabrinah

    ReplyDelete
  2. what a nice blog :D
    i have a fashion site if you want :)
    http://sixtineoutfits.blogspot.com

    ReplyDelete

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